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02.08.2023

Renovierung der Klosterkirche St. Walburg in Eichstätt

An der Klosterkirche St. Walburg ist das Gerüst bereits aufgebaut.

An der Klosterkirche St. Walburg ist das Gerüst bereits aufgebaut. Foto: Bernhard Löhlein/pde

Dachstuhl von St. Walburg.

Die Holzkonstruktion im Dachstuhl muss renoviert werden. Foto: Bernhard Löhlein/pde

Eichstätt. (pde) – Die Eichstätter Kloster- und Wallfahrtskirche St. Walburg muss renoviert werden. Bei einer statischen Untersuchung des Dachstuhls wurden eklatante Mängel festgestellt. Laut Ulrike Buller-Lörsch vom Staatlichen Bauamt Ingolstadt wurde die Konstruktion von den Erbauern an wichtigen Stellen nicht stark genug dimensioniert. „Über die Jahrhunderte wurde zwar immer mal wieder versucht, den Fehler zu korrigieren. Aber Stand jetzt ist: Die Sanierung ist zwingend erforderlich, um im schlimmsten Fall den Zusammenbruch zu verhindern“ Die Maßnahme umfasst Arbeiten am Dachstuhl und der Fassade, Fenster, Außentüren, Natursteinarbeiten und Schlosserarbeiten. Während der Arbeiten bleiben aber die Kirche und die Gruft zum Grab der heiligen Walburga geöffnet.

Für die Sanierung der Klosterkirche sind Baukosten in Höhe von 2,66 Millionen Euro angesetzt. Die Finanzierung trägt zum überwiegenden Teil der Staat, da er für die Baulast verantwortlich ist. Der Anteil der Kirchenstiftung von St. Walburg beläuft sich nach derzeitigem Stand auf 171.000 Euro. Die Diözese Eichstätt beteiligt sich daran gemäß den diözesanen Bauregeln mit einem Sockelzuschuss in Höhe von 42.750 Euro. Es wird bei allen Gewerken versucht, möglichst regionale Betriebe zu gewinnen. Deshalb wurde bisher alles beschränkt ausgeschrieben. Die Arbeiten werden voraussichtlich bis Herbst 2024 dauern. Der Schulbetrieb der Grundschule St. Walburg soll nicht beeinträchtigt werden. Bis auf den im Schulhof stehenden Kran finden dort nur in Ausnahmefällen Bautätigkeiten statt.

Die Abtei- und Wallfahrtskirche ist ein hochbarocker, 1629 bis 1632 errichteter Kirchenbau in Form einer tonnengewölbten Wandpfeilerkirche mit hohem Satteldach. An den Chor der Kirche schließt sich östlich die niedrigere, langgestreckte und zweigeschossige Gruftkapelle an. Die Innenausstattung der Kirche entstand ab 1664 bis hinein in die Mitte des 18. Jahrhunderts. 1746 wurde der kuppelgekrönte, an der Spitze mit einer Figur der heiligen Walburga versehene Turm zur heutigen Gestalt vollendet, gleichzeitig entstand die Loggia mit Freitreppe vor dem Hauptportal. Die letzte Außensanierung dieser Kirche wurde 1989 abgeschlossen. Im Zuge diverser in den Jahren 2017 und 2018 durchgeführten Voruntersuchungen durch das Ingenieurbüro Siegmüller wurden im Dachtragwerk grundlegende statische Mängel erkannt, beschrieben und analysiert.

 

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